Copernicus

Ich möchte gern euch über meine Erlebnisse als Copernicus e.V.-Stipendiat erzählen. Studienaufenthalte im Ausland erweitern den eigenen Horizont und bieten die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild eines anderen Landes zu erstellen. Gleichzeitig ermöglichen sie das Studium von Themengebieten, die im Heimatland nicht gelehrt werden. Mit Blick auf die EU-Entwicklung wird es als umso wichtiger erachtet, dass auch Nicht-EU-Studierende wie ich die Möglichkeit erhalten, sich in Deutschland über die Bedeutung der Entwicklung für ihr Heimatland zu informieren. Dadurch kann ich für mein Land, eine erfolgreiche Umsetzung einer gemeinsamen erweiterten Europäischen Union, die mein Heimatland einschließt, zu unterstützen.

Das Copernicus-Stipendium bietet nicht nur eine Unterkunft in Deutschland und ein Studium an der Universität, sondern viel mehr. Es ermöglicht eine persönliche und kulturelle Entwicklung, das Kennenlernen neuer Menschen und das Verständnis der deutschen Gesetze. Durch diese Erfahrung hat sich mein Horizont erweitert und meine Lebensweise wurde offener gestaltet. Es war eine großartige Gelegenheit, dieses Semester in einer angenehmen Umgebung mit engagierten Menschen zu erleben. Während des Stipendiums wurde viel gesprochen, gelacht, gereist, aber auch erlangt. Es ist offensichtlich, dass meine Erfahrungen und Kenntnisse während dieser Zeit für lange Zeit bei mir bleiben werden.

Die Universität

Das Studium in Deutschland unterscheidet sich deutlich von meinem Studium in Ägypten. Ein bemerkenswerter Unterschied liegt im Engagement der Lehrkräfte und die Beziehung zwischen Dozenten und Studierenden, deswegen war der Unterricht äußerst angenehm. Bei Gruppenarbeiten wird regelmäßig der Lehrstoff besprochen, was den Lernprozess erheblich erleichtert. Darüber hinaus stehen für jeden Kurs technische Hilfsmittel wie online Plattformen zur Verfügung, über die Fragen an die Lehrkräfte gestellt oder mit Kommilitonen Aspekte eines Themas diskutiert werden können. Für internationale Studierende gibt es eine Vielzahl von Fächern zur Auswahl. Trotz der Wichtigkeit des Studiums gab es viel mehr hier zu erleben. Ich habe Fächer aus dem 2., 3. und 8. Semester ausgewählt und es hat mich interessiert, wie unterschiedlich die Gestaltung des Studiums in den beiden Ländern ist, obwohl es der gleiche Studiengang ist. Letztendlich habe ich alle Anforderungen erfolgreich gemeistert und gute Noten erzielt.

Ein Praktikum in Naturwissenschaften war eher schwierig, weil dadurch werden das eigene Interesse “wie die Nadel im Heuhaufen“ bestimmt werden. Trotzdem sich in eine Umgebung einzusetzen, die ähnliche Interessen und Fähigkeiten haben, ist eine der besten Erlebnisse. Daher bin ich Copernicus dankbar, diese Gelegenheit trotz aller Schwierigkeiten zu ermöglichen.

Dankbar zu sein ist etwas Ideelles, das uns hilft, weiterhin anderen zu helfen. Daher möchte ich Herrn Norbert Niemann, meinem Gastvater für seine Unterstützung meiner Entwicklung und sein Verständnis meiner Gebräuche bedanken. Es gibt verschiedene Gründe jemandem zu helfen, aber mir wurde klar, dass das Beste, das gegengetan werden kann, ist es, diese Hilfe zu nutzen, um dich zu entwickeln und anderen zu helfen. Daher ist es ein Hilfe-Kreis, in dem nicht nur ein Mensch, sondern die ganze Gesellschaft hilft. Und eines Tages sagte mir ein weiser Mann: “In Menschen zu investieren ist die nützlichste Investition überhaupt”. Dass du an dich glaubst, ist Selbstvertrauen, dass die anderen an dich glauben ist eine Anerkennung. Gott sei Dank, dass ich dieses Semester an einer der besten Universitäten der Welt studiert habe, in einem den besten wissenschaftlichen Forschungsinstituten trainiert habe, dass ich mit einem der nettesten, verständnisvollen, erfolgreichsten Gastväter gelebt habe, und ein Mitglied der, meines Glaubens nach, weltführendsten Organisation in der Begabtenunterstützung aus der ganzen Welt bin.

Danke Copernicus, Danke FRoSTA, Danke Norbert!