Mitte März 2026 versammelten sich die Copernicus-Stipendiatinnen und -Stipendiaten in Ratzeburg zu einem gemeinsamen Wochenendseminar unter dem Thema „Wirtschaftskrisen im Wandel: Ursachen, Mechanismen und gesellschaftliche Auswirkungen“. Ziel des Organisationsteams war es, einen Rahmen zu schaffen, der sowohl tiefgehende wirtschaftliche Diskussionen als auch den interkulturellen Austausch und den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe fördert. Die malerische Natur rund um den Ratzeburger See sowie das außergewöhnlich gute Wetter boten dafür die ideale Kulisse und trugen maßgeblich zur angenehmen Atmosphäre des Wochenendes bei.

Nach der Anreise und dem Check-in in der komfortablen Jugendherberge stand zunächst das gemeinsame Abendessen auf dem Programm. Bereits in den ersten Stunden entstand eine offene und freundliche Atmosphäre, die den Einstieg in das Seminar erleichterte.

Im Anschluss fand ein gemeinsamer Spieleabend statt, der durch die große Auswahl an Gesellschaftsspielen der Unterkunft bereichert wurde. Diese lockere und ungezwungene Aktivität bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen, erste Kontakte zu knüpfen und Hemmschwellen abzubauen. Damit wurde ein wichtiges Fundament für die produktive Zusammenarbeit und die positive Gruppendynamik der folgenden Tage geschaffen.

Der Samstag begann nach dem gemeinsamen Frühstück mit einem Vortrag unseres Referenten Dmytro Fedin (B.A. in Betriebswirtschaftslehre) einem engagierten Copernicus-Aktivisten und unseren ehemaligen Stipendiaten. In seiner Präsentation beleuchtete er die aktuelle wirtschaftliche Situation Deutschlands sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Besonders hervorgehoben wurde die Beobachtung, dass die deutsche Wirtschaft trotz einer Verlangsamung des Wachstums weiterhin Stabilität und Wachstumspotenzial aufweist.

Der Vortrag bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine lebhafte und bereichernde Diskussion unter den Teilnehmenden. Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven auf wirtschaftliche Krisen, staatliche Reaktionen und gesellschaftliche Folgen eingebracht, wodurch ein intensiver interkultureller Austausch entstand.

Nach dem Mittagessen verlagerte sich der Fokus auf die wirtschaftlichen Realitäten in den Heimatländern der Stipendiatinnen und Stipendiaten. In zwei fundierten Vorträgen wurden spezifische wirtschaftliche Herausforderungen und deren gesellschaftliche Auswirkungen analysiert:

● „Rohstoffabhängigkeit und ihre Auswirkungen auf Uzbekistan“ von Mashhura Shonazarova

● „Arbeitsmigration und Rücküberweisungen in Tadschikistan“ von Shakhzoda Madzhidova

● “Wirtschaftliche Erschütterungen und ihre sozialen Folgen in Usbekistan” von Rukhsora Rustamova

Die Beiträge ermöglichten spannende Einblicke in die wirtschaftlichen Strukturen Zentralasiens und zeigten auf, wie eng wirtschaftliche Entwicklungen mit gesellschaftlichen und politischen Prozessen verknüpft sind. Besonders wertvoll war dabei der direkte Austausch persönlicher Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden.

Der Kontrast zwischen der Makroökonomie Deutschlands und den spezifischen Herausforderungen in Usbekistan und Tadschikistan verlieh dem Seminarthema eine globale und zugleich sehr persönliche Dimension. Dadurch wurde deutlich, wie unterschiedlich Wirtschaftskrisen wahrgenommen und bewältigt werden – abhängig von historischen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Nach dem intensiven Arbeitstag ließen die Teilnehmenden den Abend gemeinsam bei einem Filmabend ausklingen. Die entspannte Atmosphäre bot Raum für weitere Gespräche und stärkte den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe zusätzlich.

Am Sonntagmorgen kamen die Teilnehmenden noch einmal zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen. In entspannter Atmosphäre wurden die Eindrücke und Erkenntnisse des Wochenendes reflektiert und letzte Gespräche geführt, bevor die Heimreise angetreten wurde.

Die Jugendherberge in Ratzeburg erwies sich als ausgezeichnete Wahl für das Wochenendeseminar. Neben der schönen Lage überzeugte insbesondere der modern ausgestattete Präsentationsraum, der eine professionelle und angenehme Arbeitsatmosphäre ermöglichte. Auch die gute Organisation der Unterkunft trug wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Besonders positiv fiel uns als Organisationsteam die große Flexibilität, Offenheit und Kreativität aller Beteiligten auf. Diese Eigenschaften machten das Wochenende nicht nur organisatorisch zu einem Erfolg, sondern förderten auch eine außergewöhnlich starke Verbundenheit innerhalb der Gruppe.

Insgesamt war das Seminar eine gelungene Kombination aus akademischem Input, interkulturellem Austausch und gelebter Gemeinschaft. Die intensive Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Krisen aus unterschiedlichen Perspektiven sowie die offene und unterstützende Atmosphäre machten das Wochenende für alle Teilnehmenden zu einer bereichernden Erfahrung.

HERZLICHEN DANK!