Copernicus – 10 Buchstaben aber unglaublich viele liebevolle Momente…

Mein Aufenthalt in Deutschland im Rahmen des Copernicus-Stipendiums war eine der schönsten und bedeutendsten Erfahrungen meines Lebens. Schon die Bewerbung begann sehr spannend und bis zum Ende des Stipendiums war alles voll Spaß und Abenteuer. Vom 1. November 2025 bis zum 31. März 2026 durfte ich in Hamburg leben, studieren, neue Menschen kennenlernen, viele wertvolle Erfahrungen sammeln und persönlich wachsen. Diese Zeit wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Eigentlich sollte ich schon am 1. Oktober 2025 nach Deutschland reisen. Wegen Problemen mit meinem Visum musste ich meine Reise jedoch um einen Monat verschieben. Obwohl ich damals noch in Usbekistan war, habe ich bereits aus der Ferne gespürt, wie herzlich und unterstützend das Copernicus-Team ist. Die Mitglieder der Organisation haben mich in dieser schwierigen Situation begleitet, mir hilfreiche Tipps gegeben und mir mit ihren lieben Worten Mut gemacht. Schon vor meiner Ankunft hatte ich das Gefühl, Teil einer großen und warmherzigen Gemeinschaft zu sein.

Als ich schließlich in Hamburg angekommen bin, wurden meine positiven Eindrücke noch stärker. Mich traf der beste Gastvater ever, Norbert, mit der besten Gastschwester, Katja. Ich bin sehr dankbar, dass ich genau in dieser Familie gewohnt habe. Mein Gastvater Norbert ist eine ganz besondere Person, von der ich sehr viel gelernt habe. Durch ihn habe ich nicht nur die deutsche Kultur besser verstanden, sondern auch viel Menschlichkeit, Geduld und Herzlichkeit erlebt. Ich bin ihm sehr dankbar für die Unterstützung und die schöne Atmosphäre, die er geschaffen hat. Er war für mich ein Freund und gleichzeitig auch ein Vater. Die Art und Weise, wie er mit mir gesprochen hatte, hat meine Deutschkenntnisse verbessert und auf authentisches Niveau gebracht. Außerdem waren wir zusammen in vielen Orten und der unvergesslichste von denen ist seine Geburtstagsparty. Dort habe ich mich wie ein echter Teil seiner Familie gefühlt. Katja, meine Freundin, meine Gastschwester und meine Führerin, sie half mir überall und unterstützte mich sehr.

Auch die Universität Hamburg hat alle meine Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen. Schon vom ersten Tag an habe ich eine sehr offene, internationale und inspirierende Atmosphäre gespürt. Die Vorlesungen und Seminare waren interessant und modern gestaltet, und die Dozentinnen und Dozenten waren immer hilfsbereit und motivierend. Besonders beeindruckt hat mich, wie respektvoll und freundlich der Umgang zwischen Studierenden und Lehrenden war. An der Universität habe ich nicht nur akademisch viel gelernt, sondern auch gelernt, selbstständiger und selbstbewusster zu werden.

Die Zeit dort hat mich sowohl fachlich als auch persönlich stark weiterentwickelt und wird mir immer in schöner Erinnerung bleiben.

Die von Copernicus organisierten Veranstaltungen waren ebenfalls ein unvergesslicher Teil meines Aufenthalts. Besonders schön war das Wochenendseminar in Ratzeburg, bei dem wir zwei Tage gemeinsam verbracht haben. Dort haben wir diskutiert, gespielt, neue Orte besichtigt und Präsentationen über Wirtschaftskrisen in unseren Heimatländern gehalten. Das Seminar war nicht nur informativ, sondern auch sehr spannend und inspirierend.

Außerdem hatten wir die Möglichkeit, Konzerte und die Philharmonie zu besuchen. Es war immer mein Traum, ein großes Orchester in einem so beeindruckenden Saal live zu erleben.

Auch die Länderabende und der Begrüßungsabend haben mir sehr gefallen, weil sie Menschen und Kulturen näher zusammengebracht haben.

Ein weiterer besonderer Teil meines Aufenthalts waren die Freundschaften, die ich geschlossen habe. Die beiden Stipendiatinnen Shakhzoda aus Tadjikistan und Mashhura aus Usbekistan habe ich sofort als sehr herzliche und offene Menschen kennengelernt. Mit der Zeit sind wir sehr enge Freundinnen geworden, und bis heute haben wir Kontakt und schreiben regelmäßig miteinander. Gemeinsam haben wir viele schöne Momente erlebt, viel gelacht und zusammen Reisen unternommen. Während meines Aufenthalts konnte ich außerdem viele Orte besuchen und einige meiner größten Träume erfüllen. Besonders emotional war für mich die Reise nach Paris, denn es war schon seit vielen Jahren mein größter Traum, diese wunderschöne Stadt einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Mein Aufenthalt in Deutschland im Rahmen des Copernicus-Stipendiums war eine unvergessliche und lebensverändernde Erfahrung. In Hamburg habe ich nicht nur akademisch und sprachlich viel gelernt, sondern auch wunderbare Menschen kennengelernt, tiefe Freundschaften geschlossen und viele meiner Träume erfüllt. Die herzliche Unterstützung des Copernicus-Teams, die besondere Zeit mit meiner Gastfamilie, die inspirierenden Veranstaltungen sowie mein Praktikum haben mich persönlich sehr geprägt. Auch meine Kolleginnen und Kollegen im Praktikum waren unglaublich freundlich, und bis heute stehen wir noch in Kontakt. Diese Erfahrungen haben mich motiviert, meine beruflichen Ziele in Usbekistan weiterzuentwickeln und künftig Jugendliche dabei zu unterstützen, ebenfalls nach Deutschland zu kommen und solche wertvollen Erfahrungen zu sammeln. Diese Monate haben mir gezeigt, wie wichtig interkultureller Austausch, Menschlichkeit und gegenseitige Unterstützung sind. Dafür werde ich immer dankbar sein.