Wenn ich mich an alle Leser unserer Texte wende, fällt es mir unglaublich schwer, die richtigen Worte zu finden. Es scheint, als könne keine Sprache der Welt die Gefühle, die Dankbarkeit und die Liebe ausdrücken, die ich gegenüber den Menschen empfinde, die zu Copernicus gehören. In diesen sechs Monaten habe ich nicht nur Freunde gefunden — ich habe eine zweite Familie gefunden, Menschen, mit denen man bis zum Tränenlachen lachen, Zweifel teilen, Träume schmieden und einfach man selbst sein kann. Als ich Sankt Petersburg verließ, hatte ich keinerlei Vorstellung davon, was mich erwarten würde. Ich hätte niemals gedacht, dass sich das Leben so plötzlich, so wunderbar und so erstaunlich wenden könnte.
Zuerst möchte ich meine tiefste und herzlichste Dankbarkeit meinem Gastpapa, meinem lieben Norbert, aussprechen — einem Menschen mit einem unglaublich guten Herzen, der mich mit Fürsorge, Aufmerksamkeit und Wärme umgab. Norbert war immer da — in jeder Situation, an jedem Tag, in jedem kleinen Moment des Alltags, in dem nicht die Handlung, sondern das Dabeisein zählt. Durch ihn habe ich gespürt, dass man sich auch fern der Heimat zu Hause fühlen kann. Für mich ist er zu einem echten Familienmitglied geworden, dessen Güte und Unterstützung für immer in meinem Herzen bleiben werden. All das ist einfach unbezahlbar. Dank ihm haben wir so viele unglaubliche Orte gesehen, magische Ecken entdeckt, in denen es schien, als atme die Geschichte selbst.
Ich werde unsere Reise nach Schloss Bothmer und Travemünde niemals vergessen — dieser Tag fühlte sich wie ein Traum an. Alles um uns herum schien unwirklich: die Sonne, der Duft des Meeres, und in diesem Moment wollten wir alle, dass die Zeit einfach stehen bleibt. Wenn ich heute daran zurückdenke, erkenne ich, dass die Zeit, die wir erlebt haben, in unseren Erinnerungen lächelt.
Besonders tief eingeprägt haben sich mir die Worte meines Gastpapas über das Glück: Er sagte oft, dass Freude nur größer wird, wenn man sie teilt. Ich habe versucht, diese Worte zu meinem Lebensmotto zu machen, und inzwischen weiß ich, dass es wahr ist: Wenn man das Lächeln eines anderen sieht, zusammen lacht und sich an kleinen Momenten erfreut, vervielfacht sich das Glück. Diese einfache, aber tiefe Lektion werde ich für immer bewahren. Ich bin unendlich glücklich, dass das Schicksal mich mit den Mädchen zusammengebracht hat, mit Zara und Doka. Ich werde unsere gemeinsamen Kurse mit Doka niemals vergessen — unsere Gespräche, das Lachen, unsere Frühstücke. Mit Zara durfte ich jedoch etwas wahrhaft Magisches erleben: Wir sind nach Paris gereist, eine Stadt, in der jede Gasse Geheimnisse und Wunder zu bergen schien. Wir gingen über die Brücken der Seine, schlenderten durch die engen Kopfsteinpflasterstraßen des Quartier Latin, genossen den Duft frischer Croissants auf dem Morgenmarkt und lachten unter den abendlichen Lichtern des Eiffelturms. Es schien, als hätten wir jede Ecke der Stadt entdeckt, ihre Atmosphäre, ihre Musik und ihr Licht aufgesogen. Jeder Moment war erfüllt von Freude, Leichtigkeit und unendlicher Wärme — solche Augenblicke möchte man am liebsten für immer festhalten. Ich bin Zara unendlich dankbar für diese Tage, für ihr Lachen, für die Freiheit, die wir gemeinsam spürten, und für diese Freundschaft, die ein wahres Geschenk des Schicksals ist.
Doch wahrscheinlich ist das unglaublichste Gefühl, das ein Mensch erleben kann, das Empfinden starker, zuverlässiger Hände neben sich zu spüren — Hände, die dich jederzeit auffangen können, wenn du stolperst. Und von diesen Händen hatte ich Dutzende. Dutzende Schultern, an die man sich lehnen konnte, wenn es schwer wurde. Dieses Gefühl von Geborgenheit, Wärme und Vertrauen
ist eines der authentischsten und kostbarsten,
die ich je erlebt habe.
Ich bin auch unendlich froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, an der Universität zu studieren, die mir den Zugang zur Idee des Lernens von einer völlig neuen Seite eröffnet hat. Hier habe ich zum ersten Mal gespürt, dass Wissen nicht nur eine Notwendigkeit, sondern eine Inspiration ist, dass man in jedem Fach Tiefe finden kann, wenn man mit dem Herzen schaut. Das Studium wurde zu keiner Routine mehr, sondern zu einer wunderbaren Reise — einer Erforschung, die Interesse, Respekt und Liebe für das, was man tut, weckt.
Dank des Stipendiums konnten wir nicht nur die unglaubliche Schönheit Deutschlands sehen, sondern auch viele Städte besuchen — jede einzelne öffnete sich auf ihre Weise und hinterließ einen bleibenden Eindruck im Herzen. Wir schlenderten durch gemütliche Gassen alter Viertel, lauschten der Musik der Straßen, probierten Neues aus, staunten, lachten und lebten einfach. Ich habe mich unendlich in München verliebt — in seine Atmosphäre, sein Licht, sein Gefühl von Freiheit und Bewegung. Doch nicht nur in München — in ganz Deutschland, das sich mir als Ort der Kraft, Inspiration und persönlichen Entwicklung geöffnet hat. Besonders Hamburg hat es mir angetan, trotz seiner oft wechselhaften Wetterlaunen — die Stadt, der Hafen, die besondere Energie, die man in der Luft spürt, haben mein Herz berührt. Dieses Stipendium war für mich nicht nur eine Chance — es war eine Wende meiner Seele, ein Punkt, an dem ich erkannte, wie sehr ich mich verändern, wie tief ich fühlen und wie wichtig es ist, jeden Moment zu schätzen. Es hat meinen Horizont erweitert, mir beigebracht, die Welt anders zu sehen, mir den inneren Anstoß gegeben, voranzugehen, zu suchen, zu lernen, zu träumen und zu glauben.
Ich bin unendlich dankbar für jeden, der an meiner Seite war — der geholfen, unterstützt, umarmt oder einfach im richtigen Moment gelächelt hat. Diese Monate waren für mich eine Zeit voller Entdeckungen, echter menschlicher Wärme und Güte. Und vielleicht sind Worte tatsächlich machtlos gegenüber der Tiefe meiner Gefühle, doch ich weiß genau: Ein Teil von jedem von euch wird für immer in meinem Herzen bleiben.
Manchmal erscheint mir diese ganze Geschichte wie ein schöner Traum, aus dem man nicht erwachen möchte. Doch ich glaube daran, dass alles erst beginnt. Denn solche Begegnungen, solche Menschen und solche Momente verschwinden nicht — sie bleiben für immer bei uns, tief in unserer Seele, und erinnern uns daran, dass das Leben wundervoll ist.
P.S.: Ich möchte meinen Dank besonders ausdrücken an Zarina, meine liebsten Sophie und Ana, Nati, Lili, Sonya, Arina, Arsenii, Diana, Oliwia, Rosita — eure Unterstützung, Wärme und euer Engagement bedeuten mir mehr, als Worte je ausdrücken könnten.